Kreuzkölln

Bewege dich, damit sich was bewegt – Werde aktiv in der Linksjugend [’solid] Berlin Kreuzkölln! Jeden Mittwoch um 18 Uhr in der Wipperstraße 6 in Neukölln (nahe dem S/U-Bahnhof Neukölln).

Wir leben in einer turbulenten Welt – voller Widersprüche und Konflikte. Kriege, Bürgerkriege und Spannungen zwischen Ländern prägen die Nachrichtensendungen. Wir erleben, wie das Mittelmeer zum Massengrab für tausende Geflüchtete wird und wie in Deutschland wieder Flüchtlingsheime brennen. Angefacht durch den Rassismus von Sarrazin, Lucke, Seehofer oder rechten Bewegungen wie PEGIDA schnellt die Anzahl rechter Übergriffe in die Höhe. Vom Jahr 2012 auf das Jahr 2014 versechsfachte sich die Zahl der Attacken gegen Asylbewerberheime.

Doch auch andere Formen von Diskriminierung gehören zum Alltag. Sexismus gibt es nach wie vor in unterschiedlichen Formen, sei es physische Gewalt gegen Frauen, Objektifizierung in der Werbung oder wirtschaftliche Diskriminierung. LGBTQI* erfahren immer wieder, was es heißt, als nicht „normal“ zu gelten und Parteien wie die AfD hetzen gegen eine willkürlich erdachte „Homo“-Lobby. Gleichzeitig erleben wir, wie durch die steigenden Mieten Menschen an den Stadtrand gedrängt werden und vor allem junge Leute vor der Frage stehen, wie sie sich ihre Wohnung leisten sollen. Die Schere zwischen Arm und Reich klafft immer weiter auseinander. Das Privatvermögen in Deutschland wird auf ca. 10 Billionen Euro geschätzt. Das reichste Tausendstel besitzt davon zwischen 14 und 16 %, das reichste Prozent besitzt rund ein Drittel. Dieses Geld fehlt an den Schulen und Unis, Ausbildungsplätze sind rar und uns allen ist klar das Leistungsdruck keine leere Phrase sondern fester Bestandteil unseres Alltags ist. Das klingt alles nicht nur ziemlich scheiße, es ist auch ziemlich scheiße. Aber sollen wir uns mit den Zuständen auf der Welt und in diesem Land einfach abfinden? Nein – wir sind überzeugt, dass eine andere Welt kein bloßes Wunschdenken sondern möglich ist und wir sind bereit für so eine Welt zu kämpfen.

Wer sind wir überhaupt?

Wir sind die Linksjugend [’solid] Berlin Kreuzkölln, eine Gruppe junger Menschen, die sich als politisch links versteht, d.h. unter anderem, dass wir gegen Rassismus und Nazis auf die Straße gehen, uns gegen jede Diskriminierung und Unterdrückung von Menschen aussprechen und für sozialistische Demokratie weltweit eintreten. Bundesweit sind wir Teil der Linksjugend [’solid], somit stehen wir zwar nah bei der Partei DIE LINKE, bleiben aber unabhängig. Wir sind keine Karriereristen. In der LINKEN stehen wir für einen kämpferischen und unangepassten Kurs ein.

In der letzten Zeit liegt unser politischer Schwerpunkt besonders auf antirassistischer und antifaschistischer Arbeit, doch auch unsere antisexistischen Kampagnen und Aktionen waren sehr erfolgreich. Unsere Kampagne „Occupy Barbie-Dreamhouse“ zog hunderte Menschen (vor allem Frauen) auf die Straße gegen Sexismus in der Werbung und ein rosarotes Barbie-Dreamhouse am Alex. International wurde über diese Aktionen in der Presse berichtet. Wir beteiligten uns an den Refugee-Protesten rund um den O-Platz und die Gürtelstraße und demonstrierten gegen rechte „Bürgerinitiativen“ in Hellersdorf und Marzahn. Wir waren mit dabei als im April 4.000 SchülerInnen gegen die geplante Asylrechtsverschärfung gestreikt haben und stellen uns jeden Montag gegen die Bärgida-Vollidioten auf den Washingtonplatz. Nazis und Rassisten wollen wir nicht die Stadt überlassen. Rassismus existiert aber nicht nur bei den Nazis. Er existiert genauso im unmenschlichen Asylrecht,welches Geflüchtete in „gut“ (also nützlich für Deutschland wegen des Fachkräftemangels) und „schlecht“ (also nicht ökonomisch verwertbar) einteilt. Rassismus und vor allem antimuslimischer Rassismus findet sich auch bei Parteien wie der AfD oder der CSU. Seehofer, AfD und NPD überschneiden sich in ihrer Rhetorik, wenn sie erklären, „Deutschland könne nicht das Sozialamt für die ganze Welt sein.“

Antirassismus und Feminismus sind jeweils Teil unser Arbeit. Wir glauben, um sie erfolgreich zu bekämpfen, müssen wir Rassismus und Sexismus in den Kontext des kapitalistischen Systems setzen. In diesem System sind sie Spaltungsmechanismen, um die Unterdrückten und Ausgebeuteten zu spalten.Besonders die letzten Jahre haben gezeigt, dass dieses System ausgedient hat. In Deutschland werden die Reichen seit Jahren immer reicher, während die Armut in der Bevölkerung weiter wächst. International erzeugt dieses System Krisen wie die globale Wirtschaftskrise und die Euro-Krise als Teil davon. Kriege von kapitalistischen Staaten werden wegen wirtschaftlicher, geopolitischer Interessen geführt, um Einflussspähren und Absatzmärkte zu sichern. Die Bundeswehr braucht keine Panzer, um in Afghanistan Brunnen und Schulen zu bauen – darum geht es bei den Kriegen der NATO auch nicht. Deswegen verbinden wir unseren Kampf gegen Militarismus oder Rassismus mit unserem Kampf gegen den Kapitalismus. Wir verstehen uns als SozialistInnen, d.h. wir wollen eine Gesellschaft, in der die Produktion nach den Bedürfnissen der Menschen demokratisch und nach sozialen und ökologischen Gesichtspunkten geplant wird. Wir wollen eine Welt ohne Unterdrückung, Diskriminierung, Krieg, Umweltzerstörung und Ausbeutung.

Dieses Ziel erreichen wir aber nur wenn wir uns organisieren. Komm zu unseren wöchentlichen Treffen am Mittwoch um 18 Uhr in der Wipperstraße 6 in Neukölln. Dort diskutieren wir politische Fragen, bereiten Demonstrationen & Flyerverteilungen und natürlich die Weltrevolution vor. Werde mit uns aktiv, für eine Welt ohne Kapitalismus.

*Lesbian, Gay, Bisexual, Trans, Queer, Inter

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