Rosa&Karl 2014 – Zusammenfassung

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Am 12. Januar war es wieder soweit: Knapp 500 Teilnehmer*innen starteten vom Potdamer Platz zur diesjährigen Rosa&Karl-Demonstration. Die Themen des diesjährigen Aufrufs waren der Umgang mit linker Geschichte, das Verhältnis der Linken zum Staat, sowie die Geschichte des Spartakusaufstands. Auf der Auftaktkundgebung erklärte ein Redebeitrag die Relevanz linken Gedenkens und was der Unterschied ist, zwischen einer ernsthaften Auseinandersetzung mit Geschichte und einer linken Heiligenverehrung.

Entsprechend diesen Anspruchs führte die Demonstrationsroute durch das ehemalige Berliner Zeitungsviertel, in dem der Aufstand 1919 stattfand.
Ein weiterer Redebeitrag (Audio) unserer Ortsgruppe [‚cosmonautilus] beschäftigte sich mit dem emanzipatorischen Potential des Proletarischen Feminismus zu Zeiten Rosa Luxemburgs und Clara Zetkins. Vor dem Willy-Brandt-Haus wurde ein Redebeitrag (Audio) verlesen, der sich kritisch mit den Fehlentwicklungen der Linken im Bezug zu ihrem Verhältnis zu Staat und Nation beschätigte und schließlich klärte ein letzter Redebeitrag (Audio) über die Geschichte des Spartakusaufstands in Berlin auf. Die Demonstration endete am Gendarmenmarkt.

Der Demo vorausgegangen war eine Veranstaltungswoche, in der sich mit all diesen Themen in Seminaren, Workshops und Abendvorträgen auseinander gesetzt wurde. Wir haben dafür eine Seminar zur Materialistischen Staatskritik ausgerichtet und Raban Witt aus Bremen eingeladen, damit dieser das Denken von Lenin kritisch unter die Lupe nimmt und mit der Entwicklung des Realsozialismus von einer utopischen Idee in eine blutige Diktatur ins Verhältnis setzt.
Der Vortrag von Raban Witt wird demnächst hier als Mitschnitt veröffentlicht.

Darüber hinaus drehte sich die Veranstaltungswoche um Rosa Luxemburgs Ideen und Überzeugungen, den Konflikt um Revolution vs. Reformismus, Linkes Gedenken, das Ende des Realsozialismus 1989 und die Oktoberrevolution.