Weiberkram. Erfolge, Widersprüche, Visionen feministischer Bewegung

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Podiumsdiskussion mit Andrea Trumann, Helke Sander, Charlott Schönwetter und Sonja Eismann

Nach über hundert Jahren Frauenbewegung wird die Behauptung, Frauen* seien mittlerweile komplett gleichgestellt, immer lauter. Schließlich haben wir eine weibliche Bundeskanzlerin, es werden Quoten für Unternehmensvorstände diskutiert und Familienfreundlichkeit wird selbst im Militär zum Thema.

Viele dieser Fortschritte haben wenig mit der Lebensrealität der meisten Frauen* und unserer Vorstellung einer feministischen Zukunft zu tun. Sind sie trotzdem Schritte in die richtige Richtung?

Die feministische Bewegung ist durch eine große Pluralität und Widersprüchlichkeit von Ansätzen, Konzepten und Gruppen gekennzeichnet. Während Femen Weiblichkeit zur Geltung verhelfen will, versuchen Queer-Gruppen diese Weiblichkeit zu dekonstruieren. Der Pop-Feminismus mit Protagonist*innen wie Beyonce und die konfrontative Inszenierung weiblicher Sexualität von Miley Cyrus oder Charlotte Roche landen voll im gesellschaftlichen Mainstream.

In welchem dieser Ansätze steckt emanzipatorisches Potential? Welche Strategien und Visionen haben wir für eine feministische Zukunft?

Wir haben Feminist*innen eingeladen, um mit ihnen über Erfolge, Widersprüche und Visionen feministischer Bewegung zu diskutieren!

 

Mobiclip: http://youtu.be/gF3VKSjARaQ

Facebook-Veranstaltung: https://www.facebook.com/events/648083351970738/

 

Der Eintritt ist frei.

Datum: Mittwoch 25.02.

Ort: Lido Berlin, Cuvrystrasse 7, 10997 Berlin

Zeit: 19:00 – 21:00 Uhr

 

Die Podiumsteilnehmerinnen:

Andrea Trumann

Die Autorin kritisiert in ihrem Buch „Feministische Theorie. Frauenbewegung und weibliche Subjektbildung im Spätkapitalismus“ staatlich institutionalisierten Feminimus ebenso wie die Queer-Bewegung, um diesen einen materialistischen Standpunkt entgegenzusetzen.

Charlott Schönwetter

Die Literaturwissenschaftlerin schreibt für den Blog „Mädchenmannschaft“, auf dem öffentliche Berichterstattungen und Äußerungen aus kritisch-feministischer Perspektive reflektiert werden. Besondere Betonung liegt auf der Verbindung von Sexismus und Rassimus und der Reflexion eigener Privilegien.

Helke Sander

Die Begründerin des feministischen Films und Mitbegründerin des Aktionsrates zur Befreiung der Frau hielt 1968 vor der Delegiertenkonferenz als einzige Frau eine berühmte Rede, der der Tomatenwurf als Zeichen feministischen Protests und damit der Start der zweiten Welle der Frauenbewegung in Deutschland folgte.

Sonja Eismann

Die Journalistin und Kulturwissenschaftlerin, hat das MISSY MAGAZINE mitbegründet und ist dessen Chefredakteurin. Das Magazin verbindet Popkultur, Politik und Style mit einer feministischen Haltung und will den Status Quo mit einem Grinsen in Frage stellen.